Herbstanfang

Herbstanfang

Ich bin kein übermäßig großer Fan des Sommers. So, nun ist es raus.

Meine liebste Jahreszeit ist der Frühling, dicht gefolgt vom Herbst, der jetzt langsam aus der Versenkung gekrochen kommt.

Bald färben sich wieder die Blätter an den Bäumen in den schönsten Farben und die Sonne lässt alles vor allem in den Abendstunden in einem wundervollen güldenen Glanz erstrahlen.

Ich kann mich wieder in Pullis und Wolldecken kuscheln und an heißer Schokolade nippen.

Ach, ich freue mich auf den Herbst. Gefühlsmäßig habe ich heute schon einmal einen kleinen Schritt in die Richtung gewagt, denn es gab die erste Kürbiscremesuppe des Jahres. Super leicht und super lecker.

Gemüse schneiden ist für mich manchmal fast ein wenig wie Meditation. Zumindest, wenn ich es nicht eilig habe, das Essen auf den Tisch zu bringen. Es gibt mir ein Gefühl der Entschleunigung. Ich kann mich ganz auf diese eine einfache Aufgabe konzentrieren und dabei entspannen.

Dass diese kleine Achtsamkeitsübung dann auch noch ein schmackhaftes Essen als zusätzliches Ergebnis liefert, ist ein sehr angenehmer Nebeneffekt.

Wieder mehr lesen

Wieder mehr lesen

Ich war nie eine besonders große Leseratte. Im Vergleich zum Rest meiner Familie habe ich vermutlich recht viel gelesen, aber mehr als zwei oder drei Bücher im Jahr sind es wahrscheinlich trotzdem nie gewesen.

Vor einigen Jahren aber habe ich aufgehört, überhaupt Bücher zu lesen. Wenn ich doch einmal ein Buch gekauft hatte, war es vermutlich ein Sachbuch und dabei lege ich den Begriff „Sachbuch“ sehr großzügig aus; denn eigentlich habe ich nur ständig neue Diät-Bücher gekauft und gelesen.

Ach, die gute alte Zeit.

Vor einer Weile habe ich beschlossen, wieder mehr zu lesen. Vor allem Romane. Aus nicht ganz uneigennützigen Motiven heraus. Romane inspirieren mich zu eigenen Geschichten. Nicht nur das Was, sondern auch das Wie. Es ist ratsam, mal hin und wieder über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und die Geschichten und Schreibstile anderer Autor*innen kennenzulernen. Das kann sehr erfrischend sein.

Jedenfalls habe ich mir deshalb einen eBook Reader zugelegt. Ich bin zwar auch noch im Besitz eines Kindle der ersten oder zweiten Generation, aber da ich vor einer Weile mein Amazon-Konto gelöscht habe, kann ich den nicht mehr nutzen.

Einen Roman habe ich seitdem sogar schon gelesen: „Die Mitternachtsbibliohtek“ von Matt Haig (ein sehr schönes, lebensbejahendes Buch; trotz oder gerade wegen der düsteren Thematik).
Jetzt lese ich wieder ein Sachbuch, aber im Gegensatz zu früher keine Diätratgeber mehr, sondern Margarete Stokowskis „Die letzten Tage des Patriarchats“.

Eine Vision fürs Arbeitszimmer

Eine Vision fürs Arbeitszimmer

Zwei Jahre lang glich unser heimisches Arbeitszimmer eher einer Rumpelkammer als einem Raum, in dem mensch sich kreativ ausleben und in angenehmer Atmosphäre arbeiten könnte. Zwei Jahre lang überlegten wir, wie dieser Raum aussehen sollte, verwarfen ein Konzept nach dem anderen.

Als wir einzogen, war es das Zimmer, an das wir erst einmal keinen Gedanken verschwendeten. Stauraum sollte darin sein – Schränke und Regale, die noch übrig waren, wurden zusammen gewürfelt an die eine Wand geräumt. An die andere kamen zwei Schreibtische. Es wurde der Raum für die Dinge, die woanders keinen Platz hatten – und er blieb es für eine viel zu lange Weile.

Als erstes erhielt vor einigen Monaten ein neues Regal Einzug in das Arbeitszimmer. Die zusammengewürfelten Schränke, Regale und Schreibtischcontainer wichen einem Regalsystem in schlichter Kiefer mit weißen Akzenten in Form von Schubläden und Kartons.

Auf der gegenüberliegenden Seite des Raumes träumten wir lange Zeit von einer vier Meter langen durchgehenden Arbeitsfläche. Allerdings erwies sich das zwar als theoretisch hübsch, jedoch auch unpraktisch, was die Ergonomie anbelangt. Außerdem sollte nach Möglichkeit ein höhenverstellbarer Tisch her, da aus dem Zimmer zwischenzeitlich ein fester Arbeitsplatz geworden war.

Die zündende Idee kam mir schließlich nach dem Konsum zu vieler Einrichtungs- und Feng-Shui-Videos auf YouTube und dem Loslassen der festgefahrenen Aufteilung des Raumes in zwei Seiten (hier Regal, da Schreibtische). Ich arbeitete ein grobes Layout aus und plötzlich fügte sich fast wie von Zauberhand alles andere in meinem Kopf ebenso zusammen.

Das Regal wechselte die Seite, zwei neue Schreibtische fanden Einzug. Eine Wand strichen wir grün, an der anderen griffen wir das Farbkonzept in Form von Bildern und (Kunst-)Pflanzen wieder auf. Ein paar Accessoires vervollständigten dann das Konzept.

Alles wirkt plötzlich so viel ruhiger und gemütlicher (und vor allem aufgeräumter). Endlich möchte ich das Zimmer nicht mehr sofort wieder verlassen, nachdem ich es betreten habe. Endlich fühlt es sich an wie ein Teil unseres Zuhauses.

Chris' neuer Arbeitsplatz

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Mein persönliches Highlight dieses Umgestaltungsprozesses war übrigens die Tatsache, dass ich sechs Löcher in die Wände gebohrt habe, die Wände noch stehen und alles daran gerade hängt.

Erste Aussaat im August

Erste Aussaat im August

Ich habe noch nie in meinem Leben Gemüse angebaut, aber irgendwann ist ja immer das erste Mal. Im August ist die Auswahl dessen, was im eigenen Garten – oder in unserem Fall auf dem eigenen Balkon – angebaut werden kann, schon ziemlich begrenzt. Für uns ist das aber womöglich gar nicht schlecht. Wir haben beide keine Ahnung vom Gemüseanbau. Nicht gleich zu Beginn von den Möglichkeiten erschlagen zu werden, tut da schon ganz gut.

Auf unserem Balkon finden sich seit neuestem zwei Balkonkästen und drei kleine Töpfe. Wir haben sie nun mit Gemüseerde gefüllt und Radieschen und Spinat ausgesät, in den Töpfen Kresse und Dill (und Mohn, der aber nur zur Deko ist).

Hoffentlich wächst überhaupt etwas davon. Ich komme nicht umhin zu denken, dass ich im Vorfeld möglicherweise (mehr) Recherche hätte betreiben sollen. Andererseits mag ich die experimentelle Note. Falls es nicht funktioniert, kann ich mich immer noch besser ins Thema einlesen (und vielleicht sollte ich das bis zum kommenden Frühjahr grundsätzlich tun). Falls es wider Erwarten aber doch funktioniert, ernten wir in Kürze unser erstes eigenes Gemüse.

Vielleicht ist das ja gar kein so großes Hexenwerk, wie ich immer dachte. Vielleicht wachsen wir an der Herausforderung. Vielleicht warte ich aber auch einfach erst einmal ab, was passiert.

Von der Navigatorin zur Kapitänin – (auf)wachsen mit Videospielen

Von der Navigatorin zur Kapitänin – (auf)wachsen mit Videospielen

Neuer Monat, neuer Videospielbeitrag. Heute mit: The Legend of Zelda – Ocarina of Time, Komplettlösungen aus dem Internet und meinem großen Bruder.

Von der Navigatorin zur Kapitänin – (auf)wachsen mit Videospielen

Als ich ein Kind war, hatte ich nicht den blassesten Schimmer, dass es da draußen ganze Welten digitaler Spielwiesen zu entdecken gab. Mein Horizont war begrenzt auf die Spiele, die… weiterlesen