Eine Vision fürs Arbeitszimmer

Eine Vision fürs Arbeitszimmer

Zwei Jahre lang glich unser heimisches Arbeitszimmer eher einer Rumpelkammer als einem Raum, in dem mensch sich kreativ ausleben und in angenehmer Atmosphäre arbeiten könnte. Zwei Jahre lang überlegten wir, wie dieser Raum aussehen sollte, verwarfen ein Konzept nach dem anderen.

Als wir einzogen, war es das Zimmer, an das wir erst einmal keinen Gedanken verschwendeten. Stauraum sollte darin sein – Schränke und Regale, die noch übrig waren, wurden zusammen gewürfelt an die eine Wand geräumt. An die andere kamen zwei Schreibtische. Es wurde der Raum für die Dinge, die woanders keinen Platz hatten – und er blieb es für eine viel zu lange Weile.

Als erstes erhielt vor einigen Monaten ein neues Regal Einzug in das Arbeitszimmer. Die zusammengewürfelten Schränke, Regale und Schreibtischcontainer wichen einem Regalsystem in schlichter Kiefer mit weißen Akzenten in Form von Schubläden und Kartons.

Auf der gegenüberliegenden Seite des Raumes träumten wir lange Zeit von einer vier Meter langen durchgehenden Arbeitsfläche. Allerdings erwies sich das zwar als theoretisch hübsch, jedoch auch unpraktisch, was die Ergonomie anbelangt. Außerdem sollte nach Möglichkeit ein höhenverstellbarer Tisch her, da aus dem Zimmer zwischenzeitlich ein fester Arbeitsplatz geworden war.

Die zündende Idee kam mir schließlich nach dem Konsum zu vieler Einrichtungs- und Feng-Shui-Videos auf YouTube und dem Loslassen der festgefahrenen Aufteilung des Raumes in zwei Seiten (hier Regal, da Schreibtische). Ich arbeitete ein grobes Layout aus und plötzlich fügte sich fast wie von Zauberhand alles andere in meinem Kopf ebenso zusammen.

Das Regal wechselte die Seite, zwei neue Schreibtische fanden Einzug. Eine Wand strichen wir grün, an der anderen griffen wir das Farbkonzept in Form von Bildern und (Kunst-)Pflanzen wieder auf. Ein paar Accessoires vervollständigten dann das Konzept.

Alles wirkt plötzlich so viel ruhiger und gemütlicher (und vor allem aufgeräumter). Endlich möchte ich das Zimmer nicht mehr sofort wieder verlassen, nachdem ich es betreten habe. Endlich fühlt es sich an wie ein Teil unseres Zuhauses.

Details

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Mein persönliches Highlight dieses Umgestaltungsprozesses war übrigens die Tatsache, dass ich sechs Löcher in die Wände gebohrt habe, die Wände noch stehen und alles daran gerade hängt.

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